Halloween-Haus Hüller Straße

 

Alles fing 6 Wochen vor Halloween 2008 an. Ich war seit fast einem Jahr auf der Suche nach Arbeit und wusste vor lauter Freizeit nichts mehr mit mir anzufangen.

 

Zu dem Zeitpunkt fiel mir ein, dass ja am 31.10 dieses tolle "Keltische" Fest gefeiert wird, das heute unter dem Namen Halloween bekannt ist. Da meine Freundin und ich ja sowieso schon sehr stark Horrorfilm geschädigt waren, dachte ich mir: "Hey, wenn du doch eh nichts Sinnvolles machen kannst, und die Horrorfilme auch nichts mehr bringen, warum machst du dir nicht selber etwas Grusel zuhause?".

 

Gesagt getan! Leider musste ich beim Blick in diverse Online Shops feststellen, daß Halloween Dekoartikel etwas zu teuer sind für einen Arbeit suchenden KFZ Mechaniker. Also durchstreifte ich tagelang das Internet bis ich auf youtube eine Anleitung für Styropor- Grabsteine fand. Im gleichen Augenblick war es um mich geschehen.

Nach kurzer weiterer Suche stieß ich dann auf einige DIY Anleitungen aus Amerika, die mir beibrachten, wie man einen Groundbreaker und diverse andere Sachen, sehr einfach und kostengünstig selber bauen kann.

 

Inzwischen habe ich wieder einen Job, doch das Motto ist geblieben. Nicht fertig kaufen sondern selber bauen.  Der einzige Unterschied besteht darin, dass ich jetzt die Möglichkeit habe auch mal neue Bauteile kaufen kann um sie in meiner Dekoration zu verarbeiten.

 

Seit jenem Tag aber ist Halloween mein ständiger Begleiter. Sei es in Form eines kleinen bearbeiteten Kürbisses, einer CD mit Musik im Auto, oder in Form eines selbst gebastelten Schädels zum Halten meiner Stifte am Arbeitsplatz.


Halloween bedeutet für mich Vorfreude auf das, was noch alles im Jahr passieren wird (Weihnachten, Sylvester u.s.w). Gleichzeitig steht es aber auch für Erinnerungen an das, was in den letzen Jahren alles passiert ist. In dieser Jahreszeit verspüre ich eine tiefe Verbundenheit mit der Natur und meinen Mitmenschen und es erwacht der Spaß am Basteln, Vorbereiten und in Szene setzen. Besonders die Gesichter der jungen und etwas Älteren, wenn meine erschaffenen Geschöpfe sie mit starrem Blick ansehen, fasziniert mich.

 

Wenn ich die Entscheidung hätte, würde ich jeden Tag Halloween feiern.

P.S.: Meine erste Halloween-Dekoration vor 2 Jahren hat mich ganze 0 Euro
gekostet, da wir die ganzen Materialien, die ich verbaut habe, noch Zuhause liegen hatten.

Es ist also auch ne gute Möglichkeit seinen Restbestand von ach so geliebten Styropor-Dämmplatten, alten Kleidungsstücken, gut gemeinten - aber nicht gut angekommenen - Geschenken und den alten Familienerbstücken (die reißfesten Marathon-Strumpfhosen von der Oma) zu einem guten Zweck weiter zu verarbeiten.

Also in diesem Sinne Happy Halloween!

Rolf

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